Im Wandel der Zeit

Die Luisenschule von 1866 – 2004.

  1. Gründung der Schule bis Kriegsbeginn: 1866 – 1939
  2. Schulbetrieb in den Kriegsjahren und bis zum 100 jährigen Jubiläum: 1940 – 1966
  3. Das letzte Kapitel der Luisenschule bis zur deren Schließung: 1969 – 2004

 

Nachtrag:


 

Unsere Luisenschule

Jawohl, für uns Ehemalige ist und bleibt sie

„Unsere Luisenschule“

 

Wie viele Jahre haben wir den halben Tag in ihren Räumen verbracht und sind Fröhlich oder auch traurig darin ein- und ausgegangen! Wer hätte je gedacht, sich daran etwas ändern könnte? Dabei wäre es durch den Krieg fast passiert, wenn sich Herr Dr. Jacobs nicht so vehement für die Wiederherstellung und den weiteren Erhalt der Schule eingesetzt hätte.

Aber nun ist sie einer anderen Zeiterscheinung zum Opfer gefallen: dem Schwund an Bürgern. Lebten einst 750 T Menschen in der Krupp-Stadt Essen, sind es derzeit noch 588 T, Tendenz weiter fallend. Die Alten bleiben, die Jungen bleiben aus.
Die Grundschulen haben im Jahr 1000 Anmeldungen weni­ger als vor zehn Jahren. Das sind 40 Klassen. Das bedeutet, dass auch die gymnasiale Landschaft nicht so bleiben wird, wie sie ist.
Die Luisenschule, die den bilingualen Zweig Französisch ins Leben gerufen hatte und die französische Fahne bis zuletzt hochhielt, verlor den Kampf um Schülern und Klassenstärken.

Die Lage am Rande der Innenstadt, umgeben von großen Verkehrsstraßen – das war irgendwann nicht mehr das Umfeld, das EItern wünschten. Ein richtiges Einzugsgebiet hatte die Schule, deren Wurzeln bis ins Jahr 1866 zurückreichen, nie, aber sie war am damals noch idyllischen Bismarckplatz zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus ganz Essen zu erreichen.
Unsere Luisenschule war die höhere Töchterschule und neben der BMV über Jahrzehnte das Gymnasium für Mädchen.

Es bleibt ein riesiger Fundus an Schul- und Abiturunterlagen – 100 Jahre lückenlos.